Schulranzen Ratgeber. Darauf müssen Sie achten!

Jedes Jahr beginnt für eine neue Generation mit der Einschulung eine neue Lebensepoche. Für Eltern und Kinder ist dies eine aufregende Zeit. Eltern sollten sich schon frühzeitig an die Vorbereitungen. Dazu gehört insbesondere der Kauf eines Schulranzens. Doch was macht einen guten Schulranzen aus? Und worauf müssen Eltern achten? Die „Schulranzen Zentrale“ gibt in diesem Artikel umfangreiche Kauftipps.

Sicherheit

Stiftung Warentest, „Schulranzen Testberichte“ sowie der TÜV Rheinland empfehlen großes Augenmerk auf die Sicherheit zu legen. Mit Sicherheit ist hier vor allem die Sichtbarkeit im Straßenverkehr gemeint. Gerade Kinder sind im Verkehr durch ihre geringe Körpergröße und ihr teils unberechenbares Verhalten besonders gefährdet. Selbst wenn Kinder die Straßenverkehrsregeln kennen, heißt es noch lange nicht, dass Sie diese auch immer einhalten. Ein auffälliger Schulranzen erhöht die Sichtbarkeit von Kindern, da sie von Autofahrer schneller wahrgenommen werden.

Ein Schulranzen kann dann als sicher eingestuft werden, wenn er über Reflektoren und zusätzlich über eine möglichst große Fläche Warnfarbe (am besten 20 Prozent) verfügt. Typische Warnfarben sind orange oder neongelb. Wir empfehlen, dass Reflektoren und Warnfarbe nicht nur im hinteren Bereich, sondern auch im Bereich der Seitentaschen vorhanden sind. Für sichere Schulranzen gibt es eine DIN-Norm, die DIN 58124. Wir empfehlen nur Schulranzen zu kaufen, die dieser DIN-Norm entsprechen. In unserem Schulranzen Test finden Sie ausschließlich Ranzen, die diese Norm erfüllen und von führenden Testinsituten wie Stiftung Warentest oder Öko-Test überprüft wurden.

Rückenfreundlichkeit

Kinder befinden sich noch im Wachstum und ihre Rücken sind empfindlicher als die von Erwachsenen. Beim Kauf eines Schulranzens sollten Sie darauf achten, dass der Ranzen über ein ergonomisches Rückenpolster verfügt, das sich dem Rücken des Kindes anpasst. Achten Sie beim Online-Kauf daher auf Produkthinweise wie „rückenfreundliches“ oder „ergonomisches“ Polster. Die Anpassung ist aufgrund der S-Form der Wirbelsäule wichtig.

Der Schulranzen sitzt bei Ihrem Kind übrigens dann optimal, wenn er an beiden Schulterblättern anliegt und die Oberkante mit der Schulterhöhe abschließt.

Materialbeschaffenheit

Gerade wenn der Schulranzen zur Einschulung gekauft wird gilt, dass dieser ein paar Jahre halten sollte. Hier ist es entscheidend einen Ranzen aus qualitativ hochwertigen Material zu kaufen. Ansonsten heißt es schnell: „Wer billig kauft, kauft zwei Mal.“ Gerade die Materialqualität können Eltern schwer beurteilen. Hier helfen nur Testergebnisse von Testinstituten wie Stiftung Warentest. In unserem Schulranzen Test können Sie die Testsieger von Stiftung Warentest und weiteren Testmagazinen einsehen.

Beim Aufbau des Schulranzens ist noch wichtig, dass dieser über keine scharfen Ecken und Kanten verfügt. Ansonsten besteht hier gerade für andere Kinder Verletzungsgefahr.

Tragegurte

Am wichtigsten ist, dass der Schulranzen bei Ihrem Kind optimal sitzt. Hierzu ist das oben bereits erwähnte ergonomische Rückenpolster wichtig. Entscheidenden Einfluss haben aber auch die Tragegurte. Diese müssen stufenlos verstellbar sein. Nur so können Sie den Ranzen individuell an die Bedürfnisse Ihres Kindes anpassen. Zudem sollten die Gurte im Schulterbereich gepolstert sein.

Übrigens: Die Tragegurte sollten auch über Reflektoren und Warnfarbe verfügen, sodass Ihr Kind auch von vorne gut gesehen werden kann.

Gewicht

In vielen Testberichten wird das Gewicht des Schulranzens als wichtiges Qualitätskriterium genannt. Dies können wir nur bedingt bestätigen. Natürlich ist ein leichter Schulranzen einem schweren Modell vorzuziehen. Das meiste Gewicht kommt jedoch durch den Inhalt, also durch Bücher und Hefte zustande. Hier lässt sich aber durch intelligentes Packen das Ranzengewicht deutlich reduzieren. Das Grundgewicht des Schulranzens ist hier zu vernachlässigen. In unserem Artikel: „Wie schwer darf ein Schulranzen sein?“ gehen wir detailliert darauf ein, welche Rolle das Gewicht wirklich spielt, und wie Sie den Ranzen richtig packen.

Finger weg von Rucksäcken und Trolleys

Vermeiden Sie insbesondere bei Grundschülern den Kauf von Schulrucksäcken und Trolleys (Schulranzen mit Rollen). Gerade bei Schultrolleys wird angenommen, dass diese rückenfreundlich sind, da das Gewicht nicht auf dem Rücken sitzt, sondern gezogen wird. Diese Annahme ist jedoch falsch! Beim Trolley wird durch die Ziehhaltung eine leicht angeschrägte Position der Wirbelsäule eingenommen. Diese Drehung ist für den Rücken schädlich und sorgt langfristig zu Haltungsschäden. Auch Schulrucksäcke sind nicht zu empfehlen. Durch die Aufteilung von Rucksäcken hängt viel Gewicht nach unten durch, sodass der Rücken des Kindes stärker belastet wird. Die „Schulranzen Zentrale“ empfiehlt daher ausschließlich klassische Schulranzen / Tornister zu kaufen.

UPDATE: Mittlerweile sind neben klassischen Schulranzen und handelsüblichen Rucksäcken auch Mischformen erhältlich. Der Ergobag Cubo macht auch bei der Ergonomie eine gute Figur und ist daher auch für Grundschüler zu empfehlen.

Fazit

Der für Ihr Kind beste Schulranzen sitzt am Rücken optimal. Hierzu sind ein ergonomisches Rückenpolster sowie stufenlos verstellbare Tragegurte entscheidend. Der Ranzen muss zudem gut sichtbar sein. Hierzu müssen Reflektoren und Warnfarben im hinteren und seitlichen Taschenbereich vorhanden sein. Am besten auch noch an den Tragegurten, sodass eine gute Sichtbarkeit von allen Seiten gewährleistet ist. Verzichten Sie gerade bei jüngeren Schulkindern auf den Kauf von klassischen Rucksäcken und Schulranzen mit Rollen (Schultrolleys). Beachten Sie außerdem die Testergebnisse der Materialbeschaffenheit in unserem Schulranzen Test. Das Gewicht des Schulranzens spielt hingegen eine untergeordnete Rolle.

Die Schulranzen Zentrale wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Auswahl des Schulranzens.

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